Film: „Maria, ihm schmeckt´s nicht“

Es gibt in Deutschland schon einige gute Filme über interkulturelle Heirat. Im letzten Sommer kam neu ins Kino „Maria, ihm schmeckt´s nicht“. Wenn ich mir den Film noch anschauen sollte, dann vor allem wohl, weil mit Christian Ulmen tolle Komik zu erwarten ist.

Es ist die Verfilmung eines Bestsellers, wo ein deutscher Gemütsmensch erfährt, was es heißt, in eine italienische Familie zu heiraten. In Jan Weilers Roman ist das Thema Hochzeit schnell erledigt. Saras Verwandte aus Süditalien sind nicht dabei, weil es zu weit, zu teuer und zu kalt ist. In der Verfilmung wird die Hochzeit kurzerhand nach Italien verlegt. Für das deutsche Publikum sicherlich die interessantere Variante. Und – es kommt Temperament ins Spiel.

Denn Jan (Christian Ulmen) darf sich auf eine Unzahl von tollen Dingen in Italien freuen: viel zu weiche Betten, Teller voller Meeresfrüchte, erdrückende Fürsorge des Schwiegervaters Antonio, der ihn mit der italienischen Lebensart vertraut machen möchte. Kurz vor der Hochzeit ist er mit den Nerven am Ende. Am Abend zuvor eskaliert die ganze Situation.

Viele Anekdoten aus dem Buch finden sich im Film wieder – und doch ist er anders – bissiger, flapsiger, lustiger. Jan Weiler war als Co-Autor am Film beteiligt und hat die Buchvorlage erweitert, was sicherlich dem Genre zugutekam. Als Sommerkomödie echt empfehlenswert – und jetzt im Winter immer noch in unserem Kölner One Dollar House, dem Rex Kino auf dem Ring zu sehen.

Warum ich mir den Film bisher nicht angesehen habe? Ich habe noch gut Filme über griechische und türkische Hochzeiten mit einer ähnlichen Story in Erinnerung aus den letzten Jahren, so dass ich nicht gerade erpicht darauf war, noch einen Film in dieser Richtung zu sehen. Als Italienfan werde ich mir doch diese Geschichte noch reinziehen – wer weiß, wann mir ein hübscher Italiener über den Weg läuft – dann weiß ich schon mal Bescheid, was auf mich zukommt ;-)

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